Recht am eigenen Bild: Fotos sicher nutzen (2023)

Falls du hin und wieder für dein Unternehmen zur Kamera greifst oder im Unternehmens-Blog Stockfotos verwendest solltest du jetzt weiterlesen: Erfahre, wie du dich und deinen Arbeitgeber vor unangenehmen Konsequenzen schützt und welche Behauptungen rund um das Recht am eigenen Bild wahr sind.

Wenn du Menschen fotografieren und ihr Bild veröffentlichen willst, brauchst du dafür deren Einwilligung – es sei denn, du hast eine Gruppe von Menschen fotografiert. Stimmt doch, oder nicht? Verlässt du dich in solchen Fragen auf dein Gefühl, wird die Arbeit mit Bildern schnell zum Compliance-Thema. Damit das nicht passiert, räumt dieser Blogartikel ein für alle Mal mit Urheberrechts-Mythen auf.

Das Recht am eigenen Bild: Definition

Jeder Mensch hat das Recht am eigenen Bild und darf selbst bestimmen, ob das eigene Foto veröffentlicht werden darf. Zwar gibt es dabei Ausnahmen. Trotzdem dürfen Aufnahmen in der Regel nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.

Wer wen fotografieren darf, regelt zum großen Teil das „Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Fotografie“ – kurz KunstUrhG. Der amtliche Gesetzestitel lässt schon vermuten, wie das mit dem Recht am eigenen Bild ist: kompliziert.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch das Urheberrecht bei Bildern: Wer ein Foto macht, ist Urheber. Dabei ist es egal, ob es sich um ein professionelles Produktfoto oder um einen Schnappschuss auf der Weihnachtsfeier handelt.

Wenn dein Unternehmen Fotos von Fotografen verwenden will, sind dafür vertragliche Vereinbarungen notwendig. Man spricht dabei von Lizenzverträgen. Eine Lizenz legt unter anderem fest, in welchem Umfang und in welchen Medien oder Kanälen dein Unternehmen urheberrechtlich geschützte Bilder verwenden darf.

Das passiert, wenn dein Unternehmen Bilder ohne Erlaubnis veröffentlicht

Wir beschäftigen uns in diesem Artikel mit der Frage, welche Rechte abgebildete Personen – oder Bauwerke – auf Fotos haben. Was du in diesem Zusammenhang unbedingt wissen musst: Wird das Foto einer Person ohne ihre Einwilligung veröffentlicht, wird damit das allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzt.

Welche Bildrechte es gibt, liest du detailliert in unserem Bildrechte-Guide nach.

Und wenn es doch passiert? Betroffene haben verschiedene Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren. Sie haben dann zum Beispiel einen Anspruch auf Unterlassung: Sie dürfen erwirken, dass ihr Foto zum Beispiel von der Website deines Unternehmens entfernt wird. Die fotografierte Person hat außerdem einen Auskunftsanspruch und darf im Einzelfall sogar Schadensersatz geltend machen.

Heute, wo auf der Straße viele Menschen mit ihren Smartphones in die Menge fotografieren und die Bilder direkt in die Cloud hochladen, in den sozialen Netzwerken veröffentlichen oder sogar Livestreams in der Öffentlichkeit produzieren, ist es deshalb umso wichtiger, die Grundsätze rund um das Recht am eigenen Bild zu kennen.

(Video) Was man beim Fotos Posten beachten muss

Wir haben sieben Behauptungen herausgegriffen, die wir immer wieder hören. Bei vielen handelt es sich um waschechte Mythen, die sich hartnäckig in den Köpfen der (Hobby-) Fotografen halten. Ob die Vermutungen stimmen oder es sich um Irrglaube handelt, klären wir im Folgenden.

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1. Müssen Personen als Beiwerk einwilligen?

Behauptung: „Ist eine Person nur Beiwerk auf einem Foto und nicht das eigentliche Motiv, benötige ich keine Genehmigung.“

Grundsätzlich benötigst du immer eine Einwilligung, bevor du Bilder von anderen Personen veröffentlichen darfst – und zwar von jeder einzelnen sichtbaren Person. Das besagt §22 des Kunst UrhG. Veröffentlichen umfasst unter anderem

  • das Hochladen von Fotos bei Facebook, Instagram oder einem anderen sozialen Netzwerk,
  • die Verwendung in einer Präsentation oder
  • das Teilen per WhatsApp.

Ist das eigentliche Motiv aber keine Person, sondern etwas ganz anderes, zum Beispiel eine schöne Landschaft oder ein Gebäude, und weitere Personen sind nur zufällig im Bild, handelt es sich bei den Abgebildeten laut §23 (2) KunstUrhG um „Beiwerk“. Allerdings mit der Einschränkung, dass die eingefangenen Personen keinen besonderen Blick auf sich ziehen dürfen. Das Bild sollte also ohne diese Personen dieselbe Wirkung haben wie mit ihnen.

Fazit zu Behauptung 1: Fakt

2. Was gilt bei privaten Fotos?

Behauptung: „Solange ich ein Bild nur für mich privat schieße, darf ich jeden fotografieren.“

Das Kunst UrhG bezieht sich auf die Veröffentlichung und Verbreitung von Fotografien – darf ich also im Umkehrschluss Fotos von allem und jedem machen, solange die Bilder auf meiner Kamera oder meinem Computer bleiben?

Zunächst ist das Persönlichkeitsrecht vom Grundgesetz geschützt, das betrifft vor allem die Intimsphäre einer Person, also zum Beispiel im Zusammenhang mit Krankheit, Tod oder Sexualität.

(Video) Internet sicher nutzen– Recht aufs eigene Bild

Das Strafgesetzbuch (StGB) schafft für die Verletzung der Intimsphäre sogar einen Straftatbestand: An Orten, die dem höchstpersönlichen Lebensbereich einer Person zuzuordnen sind, also etwa in einer Wohnung, im Hotelzimmer und anderen Orten außerhalb der Wohnung, die besonders blick geschützt und nicht öffentlich zugänglich sind, etwa Balkone und Terrassen, öffentliche Toiletten und Umkleideräume.

Eine Straftat kann in diesen Fällen auch dann vorliegen, wenn keine Veröffentlichung oder Verbreitung erfolgt, da es schon ausreicht, in Kauf zu nehmen, dass die aufgenommene Person mit der Aufnahme nicht einverstanden ist.

Fazit zu Behauptung 2: Mythos

3. Gilt das Recht am eigenen Bild bei Fotos von Menschenmengen?

Behauptung: „Ab einer bestimmten Personenzahl dürfen Personengruppen und Menschenmengen ohne Einwilligung fotografiert werden.“

Hier lösen wir gleich zu Beginn auf: Es handelt sich um einen Irrglauben. Es sind sogar verschiedene Varianten im Umlauf: Ab sieben Personen ist das Fotografieren von Personengruppen ungefragt erlaubt, ab zehn Personen, 15, 20. Tatsächlich ist es so, dass auch hier §22 des KunstUrhG greift:

  • Von jedem wird eine Einwilligung benötigt, bevor ein Bild veröffentlicht oder verbreitet werden darf.
  • Ohne die mündliche oder schriftliche Einwilligung ist eine Veröffentlichung oder Verbreitung nur möglich, wenn die Gruppe eine sogenannte konkludente Einwilligung gibt, sie also für ein Foto posiert, in die Kamera lächelt oder dergleichen. Aber Vorsicht: Das gilt natürlich für alle Personen auf dem Foto.
  • Auch wenn die Gruppe es geradezu provoziert, fotografiert zu werden, also zum Beispiel in Hühnerkostümen über die Straße läuft und eine entsprechende Show abzieht, lässt sich eine Einwilligung ableiten.

Im Kern bleibt es aber dabei: Auch bei Personengruppen ist eine Einwilligung erforderlich.

Fazit zu Behauptung 3: Mythos

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4. Gibt es eine stillschweigende Einwilligung?

Behauptung: „Wer fotografiert wird und nicht aktiv etwas dagegen unternimmt, ist stillschweigend mit dem Foto und der Veröffentlichung einverstanden.“

(Video) Darf ich jemanden fotografieren oder filmen? | Rechtsanwalt Christian Solmecke

Das stimmt nur im Ansatz: Denn fotografierte Personen müssen natürlich auch die Gelegenheit haben, etwas gegen das Fotografiert werden zu unternehmen. Ergo muss ihnen auch bewusst sein, dass sie abgelichtet werden und gegebenenfalls auch in welchem Rahmen.

Die Entscheidung, ob ein Foto in Ordnung ist oder nicht könnte zum Beispiel davon beeinflusst werden, ob die Person zum Hauptmotiv wird oder nur ein kleinerer Teil eines Bildes werden soll.

Wie bei den Personengruppen gilt: Lächelt die Person in die Kamera oder posiert sogar dafür, kann man von einer Einwilligung ausgehen. Andernfalls bist du nur mit einer schriftlichen oder mündlichen Einwilligung auf der sicheren Seite, denn im Notfall musst du beweisen, dass Einwilligungen vorliegen oder es sich bei den Aufnahmen um Ausnahmen im Sinne des §23 KunstUrhG handelt.

Fazit zu Behauptung 4: Mythos

5. Was gilt bei Fotos von Kindern?

Behauptung: „Für Fotos von Kindern benötige ich immer das Einverständnis des Kindes und das der Eltern.“

Fotografierst du Kinder, beziehungsweise Personen unter 18 Jahren, benötigst du deren Einverständnis und das der Eltern oder Erziehungsberechtigten.

Fazit zu Behauptung 5: Fakt

6. Wen darf man auf Veranstaltungen fotografieren?

Behauptung: „Auf Veranstaltungen kann ich fotografieren, wen ich will.“

Auf öffentlichen Veranstaltungen, wie Konzerten, Umzügen oder Sportveranstaltungen gilt: Wer daran teilnimmt, muss in einem gewissen Rahmen damit rechnen, fotografiert zu werden. Das musst du dazu wissen:

  • Auf den Fotografien muss die Veranstaltung im Vordergrund stehen – du kannst also nicht ohne Weiteres Zuschauer fotografieren und auch keinen einzelnen Teilnehmer, den du damit aus der Anonymität holst.
  • Redner auf Veranstaltungen, Fußballspieler oder Bandmitglieder können während ihres Auftritts relative Personen der Zeitgeschichte darstellen und damit auch als Einzelperson abgelichtet werden.
  • Vorsicht bei nicht-öffentlichen Veranstaltungen: Private Veranstalter können in ihren AGBs das Fotografieren auf ihren Veranstaltungen ausschließen – das passiert zum Beispiel auf Konzerten. Das Anfertigen von Fotos ist dann nicht erlaubt.
Fazit zu Behauptung 6: Mythos

7. Was, wenn jemand ein Foto provoziert?

Behauptung: „Wer durch sein Verhalten provoziert, fotografiert zu werden, kann sich über eine Veröffentlichung nicht beschweren.“

Wie im Beispiel der Personengruppe, die als Hühner verkleidet über die Straße rennt: Provoziert eine Person geradezu, dass ein Foto von ihr geschossen wird, ist das erlaubt – die Einwilligung gilt damit also als erteilt. Natürlich ist es vorher abzuwägen, ob denn nun tatsächlich eine Provokation vorliegt. Der Fotografierte mag das möglicherweise anders einordnen als der Fotograf.

(Video) Welche Bilder darf ich wie im Internet nutzen? | WBS - Die Experten

Fazit zu Behauptung 7: Fakt

Recht am eigenen Bild: Fotos sicher nutzen (3)

Übersicht der Bildrechte zur Klärung der Frage der Bildveröffentlichtung

Ein Digital Asset Management bringt Ordnung in eure Bildrechte

Wenn dein Unternehmen in Zukunft stärker mit Stockfotos oder den Werken professioneller Auftragsfotografen arbeiten will, gibt es eine einfache und digitale Möglichkeit, eure Bildrechte sicher zu organisieren: Ein Tool für Digital Asset Management (DAM).

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Das spart dir Zeit bei der Arbeit mit Media Dateien und gibt dir außerdem Sicherheit in Sachen Compliance. Klingt gut? Du kannst pixx.io kostenlos testen und die Funktionen für sicheres Lizenzmanagement gleich heute noch ausprobieren.

Hinweis: Es handelt sich bei diesem Text nicht um eine Rechtsberatung. Eine adäquate Rechtsberatung im Sinne des Gesetzgebers darf nur durch einen zugelassenen Rechtsanwalt erfolgen. Wir übernehmen also keine Garantie für die Richtigkeit der Informationen. In vielen Fällen muss abgewogen werden. Im Ernstfall solltest du immer einen Anwalt zurate ziehen.

Recht am eigenen Bild: Fotos sicher nutzen (4)

Sabrina

Sabrina schreibt für pixx.io über alles, was dich im Arbeitsalltag beschäftigt und hilft dir, Herausforderungen bei Content- und Social-Media-Marketing, Bildformaten oder Compliance zu meistern. Bei komplexen Themen bereitet sie das Wissen von Medien- und Rechtsexperten verständlich für dich auf.

(Video) Privatsache! – Bilder im Netz | Planet Schule

FAQs

Recht am eigenen Bild: Fotos sicher nutzen? ›

Jeder Mensch hat das Recht am eigenen Bild und darf selbst bestimmen, ob das eigene Foto veröffentlicht werden darf. Zwar gibt es dabei Ausnahmen. Trotzdem dürfen Aufnahmen in der Regel nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.

Wann gilt das Recht am eigenen Bild nicht mehr? ›

Wann gilt das Recht am eigenen Bilde nicht mehr? Das Recht am eigenen Bild endet erst 10 Jahre nach dem Tod der abgebildeten Person. Dann ist die Zustimmung der nahen Angehörigen wie Ehe- oder Lebenspartner bzw. Kinder zur Veröffentlichung nicht mehr notwendig.

Wann greift das Recht am eigenen Bild? ›

Was ist das Recht am eigenen Bild? Vor der Veröffentlichung von einem Foto muss gemäß Recht am eigenen Bild das Einverständnis der abgebildeten Person vorliegen. Die Verwendung und Veröffentlichung von Bildaufnahmen ist in Deutschland nur unter der Einhaltung verschiedenster rechtlicher Vorschriften zulässig.

Was ist durch Recht am eigenen Bild geschützt? ›

Zusammengefasst ist die Rechtslage derzeit folgende: Es muss differenziert werden zwischen der Aufnahme einer Fotografie und deren Veröffentlichung. Denn das Recht am eigenen Bild schützt nur die die Verbreitung und Veröffentlichung von Bildnissen einer Person, nicht aber vor dem Fotografieren selbst.

Sind Fotos Beweise vor Gericht zulässig? ›

Nach der Zivilprozessordnung sind Fotos zwar kein zulässiges Beweismittel und können im Prozess allenfalls i.V.m. einer Zeugenaussage über die Identität zwischen dem dargestellten und dem tatsächlichen Zustand verwertet werden.

Wem gehören die Rechte an Fotos? ›

Grundsätzlich ist der Urheber eines Fotos immer der Fotograf. Der Fotograf kann aber natürlich jedem Dritten Werknutzungsrechte einräumen. Wurde ein Fotograf für Aufnahmen beauftragt und bezahlt, dürfen die Bilder vom Auftraggeber mangels anderer Vereinbarungen im „üblichen“ Rahmen weiterverwendet werden.

Ist es strafbar Bilder von anderen zu veröffentlichen? ›

Wenn du Fotos, auf denen auch deine Freunde zu sehen sind, im Internet veröffentlichen möchtest, dann müssen die Freunde vorher damit einverstanden sein. Wenn du die Fotos ohne diese Einwilligung veröffentlichst, ist das ein Verstoß gegen §§ 22, 23 Kunsturhebergesetz in Verbindung mit § 33 KunstUrhG und damit strafbar.

Welche Bilder darf ich verwenden? ›

Bilder müssen immer mit einer Quellenangabe veröffentlicht werden. Nur wenn ausdrücklich keine Quellenangabe vorgeschrieben ist, darf man darauf verzichten. Immer verwenden darf man Bilder, die nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind.

Was ist der Unterschied zwischen Urheberrecht und das Recht am eigenen Bild? ›

Das Recht am eigenen Bild ist nämlich ein Persönlichkeitsrecht, und nicht ein Urheberrecht. Es schützt die abgebildete Person in ihrer Persönlichkeit, und nicht das Werk (Foto oder Video) eines Urhebers (vor unbefugter Nutzung dieses Werks).

Sind private Fotos zum Beweis von Straftaten erlaubt? ›

Sein Inhalt: Bilder einer Person dürfen nur mit deren Zustimmung verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Dabei fällt unter “Verbreitung” ganz eindeutig auch die Weitergabe an Behörden oder Gerichte. Ein Verstoß gegen das Kunsturheberrechtsgesetz stellt eine Straftat dar.

Wie hoch ist die Geldstrafe bei Recht am eigenen Bild? ›

400 Euro für das Hochladen eines Bildes auf die eigene Webseite ohne entsprechende Einwilligung der Abgebildeten. Die Fotos wurden mit Einwilligung der Abgebildeten angefertigt, aber dann weiterverwendet (LG Memmingen, Urteil vom 04.05.2011, Az. 12 S 796/10).

Was passiert wenn man keine Beweise hat? ›

Strafbefehle, die ohne Beweise eine Straftat anklagen, gibt es in der Praxis kaum. Wenn es keine Urkunden oder anderen Beweismittel gibt, dann kommt es auf den Zeugenbeweis an. Und Zeuge kann auch der Geschädigte selbst sein.

Wie kann man fremde Bilder rechtlich sicher verwenden Welche Punkte muss ich dabei beachten? ›

Der Nutzer eines fremden Fotos ist grundsätzlich verpflichtet, den Urheber bzw. den Rechteinhaber ausdrücklich anzugeben. Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn mit dem Urheber etwas anderes vereinbart wurde. Denn grundsätzlich kann der Fotograf gegenüber seinem Auftraggeber auch auf eine namentliche Nennung verzichten.

Was passiert wenn man Bilder von anderen benutzt? ›

Urheberrechtsverletzung: Wenn Bilder unerlaubt verwendet werden. Werden Fotos ohne Wissen und Einverständnis des Urhebers verbreitet, liegt ein Bilderklau vor. Werden Fotografien ohne Zustimmung der Rechteinhaber verwendet, liegt eine Urheberrechtsverletzung vor.

Wie kann man urheberrechtlich geschützte Medien dennoch nutzen? ›

Es gibt nämlich drei Möglichkeiten, wie du dennoch urheberrechtlich geschützte Inhalte nutzen kannst.
  1. Der Urheber räumt dir Nutzungsrechte ein. Jedes schöpferische Werk ist geschützt. ...
  2. Nutze lizenzfreie Inhalte. ...
  3. Hochwertige Inhalte selbst erstellen (lassen)
Dec 28, 2021

Kann ich Bilder aus dem Internet privat verwenden? ›

Fotos sind durch das Urheberrechtsgesetz geschützt. Ohne Erlaubnis des Urhebers darfst du fremde Bilder also nicht nutzen. Es ist aber nicht grundsätzlich verboten, Bilder aus dem Internet zu kopieren und zu speichern. Diese Bilder darfst du dann aber nur für dich persönlich benutzen.

Was muss ich beachten wenn ich Fotos veröffentlichen will? ›

Gemäß § 22 KUG dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung muss sich dabei sowohl auf das Anfertigen als auch das Verbreiten der Aufnahmen beziehen.

Wann ist es eine Urheberrechtsverletzung? ›

Eine Beeinträchtigung des Urheberrechts im Sinne einer Urheberrechtsverletzung liegt vor, wenn Werke ohne die Einwilligung des Urhebers verwertet werden. Urheber ist dabei der Schöpfer des Werks, also die natürliche Person, dessen eigene geistige Leistung der Werke zugrunde liegt.

Welche Fotos darf man nicht veröffentlichen? ›

Bildnisse von Personen dürfen also nur mit vorheriger (!) Einwilligung des Abgebildeten veröffentlicht und verbreitet werden. Unerheblich ist dabei, ob es sich um eine Porträtaufnahme im eigentlichen Sinne oder eine Straßenfotografie handelt. Irrelevant ist auch, ob eine oder mehrere Personen abgebildet sind.

Sind Handy Fotos vor Gericht zulässig? ›

Wenn sie Ton- oder Bildaufnahmen, zum Beispiel mit ihrem Handy, von jemand anderen ohne dessen Zustimmung anfertigen, erfüllt diese Handlung den Straftatbestand des § 201 bzw. § 201a StGB. Strafbar ist es auch, solche unbefugten Aufnahmen zu gebrauchen oder Dritten zugänglich zu machen.

Wer hat das Recht am Bild Fotograf oder Model? ›

Grundsätzlich gilt, es sind nicht die Fotos des Models, sondern die des Fotografen vom Model. Urheber der Fotos ist der Fotograf. Damit stehen ihm auch alle Nutzungsrechte zu, er darf die Fotos veröffentlichen, vervielfältigen, verbreiten, bearbeiten etc.

Kann ich jemanden Anzeigen der mich fotografiert? ›

Das unerlaubte Fotografieren ist ein Antragsdelikt, das heißt, es muss vom Opfer zur Anzeige gebracht werden. Wenn jemand gegen seinen Willen abgelichtet worden ist, kann er gegen die Verbreitung zunächst (auch vorbeugend) auf Unterlassung klagen, und die Herausgabe oder Vernichtung bzw.

Kann man ohne Beweise bestraft werden? ›

Selbst wenn das Gericht überzeugt ist, darf es einen Menschen nicht verurteilen, wenn eindeutige Beweise fehlen oder noch letzte Zweifel herrschen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Sie besagt, dass jemand als unschuldig gilt, bis er rechtskräftig verurteilt wird.

Kann ich jemanden Anzeigen weil er mich gefilmt hat? ›

Werden an diesen Orten intime Fotos oder Videos von jemandem ohne dessen Zustimmung gemacht oder live übertragen (Absatz 1), die Aufnahmen gebraucht oder einem anderen zugänglich gemacht (Absatz 2), stellt dies eine Straftat dar, die entsprechend verfolgt werden kann.

Kann man ohne Beweise angezeigt werden? ›

Jeder Mensch kann eine Strafanzeige stellen, zum Beispiel bei der Polizei. Sie müssen nicht gleich beweisen, dass es tatsächlich eine Straftat ist. Es reicht, wenn Sie gute Gründe für Ihre Vermutung haben. Die Polizei kann dann anfangen zu ermitteln.

Was gilt als Beweis? ›

Bei einem Beweis handelt es sich um einen Gegenstand, mittels dessen sich der Richter im Beweisverfahren die Überzeugung von der Wahrheit oder Unwahrheit einer Tatsache oder Behauptung verschafft.

Was gilt als Beweis vor Gericht? ›

Die wichtigsten Beweismittel im Zivilprozess
  • Urkundenbeweis.
  • Zeugenbeweis.
  • Sachverständigengutachten.
  • Augenschein.

Welche Bilder sind geschützt? ›

Jedes Lichtbild und Foto ist urheberrechtlich geschützt (§ 72 UrhG), selbst die schlechtesten Schnappschüsse. Der Bildrecheinhaber hat das ausschließliche Recht auf öffentliche Zugänglichmachnung bzw. Verwertung seiner Bilder, § 19a UrhG. Ein Eintragung ist nicht notwendig.

Was versteht man unter Recht am eigenen Bild? ›

Das Recht am eigenen Bild oder Bildnisrecht ist eine besondere Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Es besagt, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, ob und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden.

Welche Bilder dürfen kopiert werden? ›

Fotos sind durch das Urheberrechtsgesetz geschützt. Ohne Erlaubnis des Urhebers darfst du fremde Bilder also nicht nutzen. Es ist aber nicht grundsätzlich verboten, Bilder aus dem Internet zu kopieren und zu speichern. Diese Bilder darfst du dann aber nur für dich persönlich benutzen.

Welche Bilder aus dem Internet darf man verwenden? ›

Grundsätzlich gilt, dass Sie der Urheber der selbst erstellten Lichtbilder sind. Sie dürfen also frei darüber verfügen. Sind auf Ihrem Foto allerdings andere Personen abgebildet, gilt das Recht am eigenen Bild. Sie müssen die Person vorher um Erlaubnis bitten, das Foto veröffentlichen zu dürfen.

Welche Fotos sind strafbar? ›

Gemäß § 201a StGB machen sich Personen, welche Fotos von anderen aufnehmen, strafbar, wenn diese unerlaubt hergestellt oder verbreitet werden. Dabei ist es irrelevant, ob es sich um ein unerlaubtes Filmen oder Fotografieren von Privatpersonen handelt.

Was gibt es bei der Veröffentlichung von eigenen Bildern zu beachten? ›

Ob die Veröffentlichung eines Bildes zulässig ist, hängt davon ab, ob nach objektiven Gesichtspunkten schutzwürdige Interessen der/des Abgebildeten entgegenstehen. Dabei sind nicht nur das Bild selbst, sondern auch Bildunterschriften, Begleittexte und der Gesamtzusammenhang zu berücksichtigen.

Ist es erlaubt Bilder von Google zu kopieren? ›

Fotos sind grundsätzlich immer urheberrechtlich geschützt. Egal, ob sie in der Google-Bildersuche oder im Internet auftauchen. In der Regel ist die Zustimmung des Urhebers erforderlich, um die Fotos zu verwenden.

Videos

1. Recht am eigenen Bild einfach erklärt | Wann bin ich erkennbar?
(Dieter Nennen)
2. Datenschutz und Urheberrecht im Internet - Das Recht am eigenen Bild
(Schule goes YouTube)
3. Das Recht am eigenen Bild
(Erwachsenenbildung EKHN)
4. Clemens Thiele: Das Recht am eigenen Bild
(BildungsTV)
5. Nutzung von Stockfotos abmahnsicher ❓
(gulden röttger rechtsanwälte)
6. Recht am eigenen Bild - Mein Foto auf der Firmen-Homepage? #FragMingers
(Mingers. Rechtsanwälte)

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Author: Laurine Ryan

Last Updated: 10/28/2023

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Name: Laurine Ryan

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